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Besser schlafen mit Musik

Ist bess­er Schlafen mit Musik als Haus­mit­tel zum bess­er Schlafen geeignet? Oder bringt uns Musik um den Schlaf? Musik soll einen schlaf­fördern­den Charak­ter haben. Ob und warum das so ist wollte ich in diesem Artikel her­aus­find­en.

Einschlafen vor dem Fernseher

Es gab Zeit­en, in denen ich noch einen Fernse­her besaß, genauer gesagt meine “bessere Hälfte”. Ehrlich gesagt war solch ein Gerät noch nie mein Ding. Aber auf was lässt man sich nicht alles ein wenn man unsterblich ver­liebt ist. Also lief damals in unserem Wohnz­im­mer abends öfter mal die Glotze.

Fernse­hen kann ja so span­nend sein. In meinem Fall war Fernse­hen so span­nend, dass ich dabei regelmäßig auf dem Sofa ein­nick­erte. Genau so ging es mir, wenn im Radio der präferierte Lokalsender lief. Die Musik- und Sprach­beiträge wirk­ten auf mich ein­fach nur ein­schläfer­nd. Eine Aus­nahme gab es aber doch, es waren die Wer­be­blöcke. Wenn da im Radio wieder mal ganz tolle Sachen zu Super­preisen ange­priesen wur­den, dann wurde ich kurz wach — zum Gäh­nen oder um mich auf die andere Seite zu drehen.

Mit dieser kleinen Anek­dote befind­en wir uns schon mit­ten im The­ma bess­er Schlafen mit Musik.

Besser Schlafen mit Musik — Studien

Stu­di­en sind bekan­nter­maßen immer gut um Fak­ten zu schaf­fen und diese auch noch zu unter­mauern, so auch beim The­ma bess­er schlafen mit Musik.

In Großbri­tan­nien hat sich schon eine Horde von Musik­wis­senschaftlern und Psy­cholo­gen rund um einen gewis­sen Her­rn Tabitha Tra­han zusam­men gerot­tet. An der altehrwürdi­gen Uni­ver­si­ty of Sheffield woll­ten sie her­aus find­en, ob bess­er Schlafen mit Musik wirk­lich bei Schlaf­störun­gen wie ein­er Ein­schlaf­störung oder Durch­schlaf­störun­gen eine alter­na­tive Meth­ode sein könne.

Schließlich befragte das Team eine Gruppe von 651 Men­schen zu der The­matik bess­er Schlafen mit Musik. diese Umfrage kann nach mein­er Mei­n­ung nicht als repräsen­ta­tiv gew­ertet wer­den. Schließlich erfol­gte die Umfrage online. Allerd­ings lässt sich bei den Umfrageergeb­nis­sen ein Trend aus­machen. Schließlich haben 62 Prozent der Befragten auf das The­ma bess­er Schlafen mit Musik pos­i­tiv reagiert.

Muss es Nachts unbedingt immer still sein?

Die meis­ten Men­schen mögen es in der Nacht am lieb­sten abso­lut still und dunkel. Schließlich ist unsere Gesellschaft mit ihren Regeln und ihrem Ryth­mus auch darauf hin aus­gelegt. Kein Men­sch käme wohl auf den Gedanken Durch­schlaf­störun­gen bei Lärm mit Musik zu ther­a­pieren, oder? Trotz­dem kann bess­er Schlafen mit Musik eine sin­nvolle Alter­na­tive bei Schlaf­störun­gen sein.

Wenn du dich an die ersten Wochen und Monate deines Lebens erin­nerst, dann wirst du fest­stellen, dass du während dieser Zeit gebor­gen im Bauch dein­er Mut­ter gelebt hast. War es dort immer still? Das war es nicht. Du hast den Herz­schlag dein­er Mut­ter gehört, Ver­dau­ungs­geräusche und auch Geräusche von der noch unbekan­nten Welt da draußen. Die meis­ten Babys wer­den ger­ade dann aktiv, wenn sich ihre Mut­ter zur Ruhe bet­tet.

Hier wird für mich zum ersten Mal deut­lich, dass am bess­er Schlafen mit Musik etwas dran sein muss.

Etwas Anatomie beim besser Schlafen mit Musik

Musik gelangt über unsere Ohrmuscheln, die wie Schall­trichter wirken über den Hörkanal zum Trom­melfell. Dort wer­den die Schallschwingun­gen durch eine kom­plexe Kon­struk­tion aus Hörknöchelchen, Hörsch­necke und Haarzellen in Ner­ven­im­pulse umge­wan­delt. Diese wer­den dann gebün­delt und über den Hörn­erv ins Gehirn trans­portiert.

Im Gehirn kom­men die Ner­ven­im­pulse dann in ein­er Gehirn­re­gion an, die sich “audi­tiv­er Cor­tex” nen­nt. Hier wird es jet­zt beim The­ma bess­er Schlafen mit Musik beson­ders span­nend. Der audi­tive Cor­tex ist schließlich nicht nur für die Ver­ar­beitung von Geräuschen zuständig. Er ist auch an der Pro­duk­tion des Schlafhor­mons Mela­tonin beteiligt. Außer­dem wer­den rund um diese Region die Schlaf­phasen und der Schlaf- Wachry­th­mus ges­teuert.

Aus biol­o­gis­ch­er Sicht finde ich diesen Zusam­men­hang in Verbindung mit bess­er Schlafen mit Musik schon ziem­lich erstaunlich.

Warum ein Fernseher zum besser Schlafen doch keine gute Idee ist

Zwar kon­nte ich vor dem Fernse­her schon immer gut wegdösen, aber richtig tief war mein Schlaf damals nicht wirk­lich. Deswe­gen ist ein Fernse­her auf Dauer keine gute Idee zum bess­er Schlafen.

Wenn du einen Fernse­her in deinem Schlafz­im­mer hast, dann wirst du vielle­icht zunächst bess­er Ein­schlafen. Allerd­ings läuf­st du Gefahr irgend­wann doch wieder aufzuwachen. Beispiel­sweise dann wenn in einem Tatort durch einen geziel­ten Schuss eine neue Leiche pro­duziert wird.

Beim Fernse­her kommt noch erschw­erend hinzu, dass dieses Gerät Licht mit einem erhöht­en Blauan­teil pro­duziert. Wis­senschaftlich erwiesen ist dieses Licht nicht ger­ade schlaf­fördernd, es hält näm­lich kün­stlich wach. Auch dann, wenn du dir schon vol­lkom­men müde die Augen reib­st.

Besser schlafen mit Musik — geht auch Heavy Metal?

Grund­sät­zlich gibt es DIE Musik zu bess­er schlafen nicht. Wenn du bess­er Schlafen mit Musik aus­pro­bieren sollst, dann entschei­det alleine dein eigen­er Geschmack. Allerd­ings solltes du dir bei der Musikauswahl vorher schon einige Gedanken machen.

Heavy Met­al ist zum Ein­schlafen eher nicht geeignet, denn diese Musikrich­tung hat wohl eher keinen beruhi­gen­den Effekt. Dage­gen fördert etwa med­i­ta­tive Musik den Schlaf, oder Klänge aus der Natur. Aber auch gle­ich­mäßige House­beats kön­nen einen schlaf­fördern­den Effekt haben. Das gilt eben­falls für ruhige klas­sis­che Musik. Auch Hör­büch­er sind eine gute Alter­na­tive zum bess­er schlafen. Das kennst du von der Gute-Nacht Geschichte, die dir deine Eltern vielle­icht vor dem Schlafenge­hen vorge­le­sen haben.

Entschei­dend ist beim bess­er Schlafen mit Musik eben der beruhi­gende Effekt und die Laut­stärke. Sie solle so eingepegelt sein, dass die Musik gut hör­bar ist, aber nicht im Vorder­grund ste­ht.

Binaural Beats

Bin­au­r­al Bests wer­den am Com­put­er erzeugt und gezielt auf ihre Wirkung im Gehirn abges­timmt. So gibt es etwa Bin­au­r­al Beats mit dem Focus Konzen­tra­tion. Beim bess­er Schlafen mit Musik sind beson­ders die Bin­au­r­al Beats mit weißem Rauschen zu empfehlen. Weißes Rauschen ahmt gewis­ser­maßen das Rauschen eines Wasser­falls oder das Rauschen von Herb­st­laub im Wind nach.

Zum Ein­schlafen gehören Bin­au­r­al Beats mit weißem Rauschen musik­tech­nisch zu den besten Tipps zum bess­er Schlafen. Auch beim bess­er Schlafen mit Tin­ni­tus kön­nen Bin­au­r­al Beats mit weißem Rauschen richtig beruhi­gend wirken. Man hat übri­gens schon ent­deckt, dass sich mit weißem Rauschen die Puls­fre­quenz senken lässt. Ergo ist weißes Rauschen eben­falls gut geeignet um etwas gegen eine Ein­schlaf­störung durch Herzrasen zu unternehmen.

Besser Schlafen mit Musik — die Anlage im Schlafzimmer?

Wenn sich die Frage stellt, welch­es Medi­um am besten geeignet ist um die Musik rüber zu brin­gen, dann schei­den sich die Geis­ter. Es muss allerd­ings nicht unbe­d­ingt die Anlage sein. schließlich haben die elek­tron­ik-Her­steller in den let­zten Jahren eine Menge an inno­v­a­tiv­en Neuerun­gen auf den Markt gebracht um Musik erleb­bar zu machen.

Da gibt es etwa Blue­tooth Laut­sprech­er fürs Handy. Allerd­ings sind diese zum bess­er Schlafen mir Musik eher nicht geeignet, denn ger­ade bei Schlaf­störun­gen haben das Handy oder ein PC im Schlafz­im­mer nichts zu suchen. Eine bessere Alter­na­tive stellen hier etwa MP3-Play­er mit Blue­tooth Ohrhör­ern dar.

Die Krö­nung des Erfind­ergeistes ist übri­gens ein soge­nan­ntes Musikkissen. in diesem Kopfkissen sind kleine Laut­sprech­er ver­baut, die die Ohren mit san­fter Hin­ter­grund­musik beschallen. Diese Musikkissen ver­fü­gen übri­gens über eine pass­able Klangqual­ität zum schlafen und sind zu einem aus­ge­wo­ge­nen Preis- Leis­tungsver­hält­nis zu haben.

Besser Schlafen mit Musik — Side Effects

Beim The­ma “Risiken und Neben­wirkun­gen” sind beim bess­er schlafen mit Musik nur pos­i­tive Neben­wirkun­gen bekan­nt. Musik hil­ft nicht nur dabei sich zu entspan­nen.

  • Entspan­nende Musik wirkt sich pos­i­tiv auf das Herz- Kreis­lauf­sys­tem aus und bringt den Puls runter. Das ist eine feine Sache in Verbindung mit bess­er Schlafen durch Sport.
  • Musik hil­ft beim schnell Ein­schlafen bei ein­er Ein­schlaf­störung. Schließlich wälzen sich viele Men­schen nachts schlaf­los im Bett herum, weil es eine Menge an Gedanken gibt, die in ihrem Kopf herum­spuken. Seien es Gedanken über ungelöste Prob­leme oder Äng­ste vor dem neuen Tag. Häu­fig ist der Haupt­grund für Schlaf­störun­gen eine Ein­schlaf­störung durch Gedanken. Auch hier kann entspan­nende Musik helfen wil sie ganz ein­fach von den stören­den Gedanken ablenkt.
  • Beim bess­er Schlafen mit Musik wird durch den beruhi­gen­den Effekt der Hor­mon­pegel nor­mal­isiert. Das Stresshormon Cor­ti­sol hat kaum noch Chan­cen dem Schlafhor­mon Mela­tonin seinen Rang stre­it­ig zu machen. Beson­ders bei Durch­schlaf­störun­gen in der Schwanger­schaft oder bei Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren ist dieser Effekt nicht zu unter­schätzen. Bekan­nter­maßen spielt der Hor­mon­spiegel von Frauen während dieser Phasen ja vol­lkom­men ver­rückt.
  • Durch Musik verkürzt sich die Ein­schlaf­phase und die Schlaf­phasen fol­gen ihrem natür­lichen Takt

Wie du siehst, liegen beim The­ma bess­er Schlafen mit Musik die pos­i­tiv­en Wirkun­gen auf der Hand. Es gibt noch eine Menge an ganz indi­vidu­ellen Neben­wirkun­gen, die rein pos­i­tiv­er Natur sind. Beispiel­sweise ist das bei Men­schen der Fall, die unter Alp­träu­men lei­den. Gegen Durch­schlaf­störun­gen und Alp­träume kann Musik wahre Wun­der wirken weil sie den Träu­men ihren Schreck­en nimmt.

Besser Schlafen mit Musik wirkt schon beim Baby

Da Babys im Mut­ter­leib ab einem gewis­sen Alter die Außengeräusche wahrnehmen kön­nen, kann beruhi­gende Musik auch schon beim Baby schlaf­fördernd wirken. Es ist mit­tler­weile erwiesen, dass dieser Effekt beson­ders bei klas­sis­ch­er Musik auftritt. Wenn der Sprössling dann das Licht der Welt erblickt hat und nicht ein­schlafen will, dann ist Musik das Mit­tel der Wahl um das Kind zu beruhi­gen. Es wird sich dann gebor­gen fühlen und bess­er und schneller ein­schlafen. Schließlich hat es sich ja schon im Mut­ter­leib an die Klänge gewöh­nt.

Alte Menschen und Musik

In guten Pflege­heimen set­zt man mit­tler­weile auch schon auf bess­er Schlafen mit Musik. Schließlich hat sie auch auf ältere Men­schen einen beruhi­gen­den Effekt. Bei pflegebedürfti­gen Men­schen in einem Heim ist das eine abso­lut geniale Idee im Gegen­teil zu Schlaftablet­ten.

Beson­ders Men­schen mit ein­er Alzheimer-Erkrankung sind sehr empfänglich für Musik. Bei ein­er Alzheimer-Erkrankung ster­ben zwar fortschre­i­t­end immer mehr Gehirnzellen ab. In der Regel sind sie Zellen im audi­tiv­en Cor­tex noch ziem­lich lange aktiv. Wenn die Patien­ten beispiel­sweise Musik hören, die sie aus ihrer Ver­gan­gen­heit ken­nen, dann erwachen sie plöt­zlich aus ihrer Apathie. Viele Alzheimer-Patien­ten, die sich schon völ­lig abgekapselt haben und nicht mehr sprechen fan­gen dann bei dieser Musik an laut mitzusin­gen.

Bei Schlaf­störun­gen im Alter ist der Ein­satz von Musik eben unschlag­bar.

Das Schlaflabor

Wenn du unter Schlaf­störun­gen lei­dest und dich in ein Schlafla­bor beg­ib­st, dann kannst du dort antesten lassen, ob bess­er Schlafen mit Musik für dich eine Alter­na­tive ist. Wahrschein­lich musst du die Schlafmedi­zin­er nicht ein­mal darauf hin­weisen.

In einem Schlafla­bor wer­den unter anderem die Herzfre­quenz und die Hirn­ströme während des Schlafes aufgeze­ich­net. Dort kann man dann ganz genau und wis­senschaftlich fundiert fest­stellen, welchen effekt Musik auf deinen Schlaf hat.

Besser Schlafen mit Musik — Fazit

Das Faz­it beim bess­er Schlafen mit Musik ist ein­deutig ein pos­i­tives. Ein gängiges Sprich­wort sagt: “Mit Musik fällt alles leichter.” Warum sollte das also auch nicht beim The­ma Schlafen der Fall sein.

Aus eigen­er Erfahrung weiß ich, dass ein gemütlich­es Schlafz­im­mer mit angenehmer Musik und gedämpftem Licht eine ganz beson­dere schlaf­fördernde Atmo­sphäre hat. Wenn jet­zt noch ein beruhi­gen­der Duft wie etwa Laven­del hinzu kommt, dann ist die per­fek­te Umge­bung für ein schnelles Ein­schlafen und ein erhol­sames Durch­schlafen geschaf­fen.

Die beruhi­gende Wirkung von Musik wird übri­gens auch schon in Arzt­prax­en genutzt. Als “Zah­narzt­paniker” bin ich meinem Zah­narzt immer wieder dankbar, wenn während der Behand­lung neben der Betäubungsspritze auch noch beruhi­gende Klänge dazu kom­men.

Auch die Psy­chother­a­pie bedi­ent sich mit­tler­weile der beruhi­gen­den Wirkung von Musik. Musik weckt schließlich Emo­tio­nen und ist auch mit diesen ver­bun­den. Wahrschein­lich kennst du das auch. Es gibt Musik, bei der man immer wieder an eine ganz beson­dere Sit­u­a­tion erin­nert wird. Durch die Musik wird sie sozusagen wieder wach.

Schließlich füh­le ich mich beim The­ma “bess­er Schlafen mit Musik” auch noch an meine let­zte Urlaub­sreise erin­nert. Da wurde man auf dem Rück­flug in der Abflughalle mit ziem­lich schräger Musik berieselt. Das sollte wohl einen beruhi­gen Effekt haben und bezweck­en, dass man die extrem lange Wartezeit bei der Abfer­ti­gung bess­er über­ste­ht. Ich fand das allerd­ings über­haupt gar nicht lustig. Auch und ger­ade beim The­ma bess­er Schlafen mit Musik sind die Geschmäck­er eben ver­schieden.

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