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Durchschlafstörungen in den Wechseljahren

Wenn Frauen in den Wechseljahren unter Schlafstörungen leiden

Die Wech­sel­jahre sind ein Lebens­ab­schnitt, der jede Frau ein­mal bet­rifft. Während der Menopause verän­dert sich das Hor­mon­sys­tem des Kör­pers gravierend. In Folge ist fast jede zweite Frau von Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren betrof­fen.

Wis­senschaftliche Erhe­bun­gen in Öster­re­ich haben ergeben, dass ab dem 50. Leben­s­jahr Schlaf­störun­gen bei Frauen und Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren um 260% ansteigen.

Was sind die Ursachen für Durchschlafstörungen in den Wechseljahren

Der sink­ende Östro­gen­spiegel

In erster Lin­ie ist es die schwank­ende Aktiv­ität der Eier­stöcke und der sink­ende Östro­gen­spiegel, der zu Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren führt. Östro­gen ist nicht nur eines der wichtig­sten Sex­u­al­hor­mone, es ist auch ein wichtiges Hor­mon zur Steuerung der Schlaf­phasen. Denn Östro­gen wirkt auch im Gehirn. Dort wer­den durch Östro­gen Boten­stoffe wie Acetyl­cholin oder Nora­dren­a­lin pro­duziert. Diese Boten­stoffe fördern die Tief­schlaf­phasen. Der sink­ende Östro­gen­spiegel kann die Schlaf­phasen richtig durcheinan­der wür­feln mit der Folge, dass das Durch­schlafen extrem gestört wird.

Das Schlafhor­mon Mela­tonin

Nicht nur der sink­ende Östro­gen­spiegel, der sich am Ende der Wech­sel­jahre gän­zlich ein­stellt ist eine Ursache für Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren. Während dieser Leben­sphase nimmt auch die Höhe des Mela­tonin­spiegels ab. Mela­tonin ist bekan­nter­weise das wichtig­ste Schlafhor­mon.

Durchschlafstörungen in den Wechseljahren und Hitzewallungen

Jede Frau, die die Wech­sel­jahre schon durch­lebt hat weiß von plöt­zlichen Hitze­wal­lun­gen zu bericht­en. Wenn Hitze­wal­lun­gen in der Nacht auftreten fol­gt ein plöt­zlich­es Erwachen mit dem Prob­lem wieder Ein­schlafen zu kön­nen.

Auch Hitze­wal­lun­gen sind eine Folge des sich ändern­den Hor­mon­spiegels. Die hor­monelle Umstel­lung des Kör­pers kann nicht nur Ursache für Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren sein. Der Hor­mon­spiegel kann sich gravierend auf die gesamte Befind­lichkeit auswirken. Während der Menopause kla­gen viele Frauen über

  • psy­chis­chen Ver­stim­mungen bis hin zu Depres­sio­nen
  • Erschöp­fungszustände
  • Kopf­schmerzen oder Migräne
  • Gelenkbeschw­er­den
  • Muskelschmerzen

Hormontherapie während der Wechseljahre?

Schul­medi­zin­er rat­en bei Beschw­er­den in den Wech­sel­jahren oft zu ein­er Hor­mon­ther­a­pie. Der Kör­p­er wird durch spezielle Medika­mente in Form von Tablet­ten oder auch Cremes, die über die Haut wirken mit dem Hor­mon Östro­gen ver­sorgt. Damit das Östro­gen vom Kör­p­er ver­ar­beit­et wer­den kann müssen zusät­zlich so genan­nte “Gesta­gene” ein­genom­men wer­den.

Bei ein­er Hor­mon­ther­a­pie sollte der Arzt aber immer das Nutzen- Risikovervält­nis abklären. Eine kün­stliche Hor­mon­ther­a­pie hat Neben­wirkun­gen wie ein ver­stäk­tes Wach­s­tum der Gebär­mut­ter­schleimhaut.

Frauen, die sich ein­er Hor­mon­ther­a­pie unterziehen haben zudem ein erhöht­es Risiko an Gebär­mut­ter­hal­skrebs, oder Brustkrebs zu erkranken. Auch das Risiko für einen Schla­gan­fall oder Throm­bosen ist erhöht.

Hausmittel zum besser Schlafen in den Wechseljahren

Welche Alter­na­tiv­en zu ein­er kon­ven­tionellen Hor­mon­ther­a­pie gibt es?

Durch eine gezielte Ernährung ist es möglich Beschw­er­den in den Wech­sel­jahren wie Schlaf­störun­gen oder Hitze­wal­lun­gen ent­ge­gen zu steuern und wirk­sam zu lin­dern.

Es gibt einige Lebens­mit­tel die natür­liche Östro­gene, die so genan­nten Phy­toöstro­gene enthal­ten:

  • Soja: Soja enthält eine Menge von Isoflavo­nen ( natür­liche Östro­gene). Mit Sojapro­duk­ten wie Tofu oder Sojamilch lässt sich der Östro­gen­man­gel her­vor­ra­gend aus­gle­ichen wenn sie regelmäßig zum Speise­plan gehören.
  • Lein­samen: In Lein­samen oder Leinöl ist eine erhöhte Konzen­tra­tion von Lig­na­nen enthal­ten. Sie sind in ihrer Struk­tur dem Östro­gen sehr ähn­lich und gut geeignet um Wech­sel­jahres­beschw­er­den wie Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren oder Hitze­wal­lun­gen zu min­dern.
  • Hülsen­früchte: Auch Hülsen­früchte wie Lin­sen, Bohnen, Erb­sen, Kichererb­sen kön­nen den Hor­mon­spiegel aus­gle­ichen. Zudem enthal­ten sie wie der Lein­samen noch wertvolle Bal­last­stoffe.
  • Samen: Samen wie Son­nen­blu­menkerne, Kür­biskerne oder Sesam
  • Getrock­nete Früchte: getrock­nete Früchte sind nicht nur eine Vit­a­m­in­bombe son­dern auch eine gute Phy­toöstro­gen-Quelle.
  • Heilpflanzen: Zahlre­iche Heilpflanzen enthal­ten Phy­toöstro­gene: Rotk­lee, Hopfen, Johan­niskraut, Mönch­spf­ef­fer oder die Trauben­sil­berk­erze brin­gen den Hor­mon­haushalt in Bal­ance. Auf dem Markt häu­fig als Teemis­chung ange­boten sind sie ein gutes Haus­mit­tel zum bess­er Ein­schlafen mit Tee. Diese Heilpflanzen sind mit­tler­weile aber auch in Form von Tablet­ten zum bess­er Schlafen in der Apotheke erhältlich.
  • Super­foods sind voll im Trend: Gegen Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren hat sich ein Pul­ver aus der Pflanze Maca einen Namen gemacht. Maca wächst in Südameri­ka und soll neben ein­er aus­gle­ichen­den Wirkung auf den Hor­mon­haushalt auch noch aphro­disierend wirken.

Auch eine homöopathis­che Behand­lung kann eine gute Alter­na­tive zur schul­medi­zinis­chen Behand­lung zum bess­er Schlafen bei Wech­sel­jahres­beschw­er­den sein. Die Homöopathie schreibt es sich auf ihre Karten auch Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren erfol­gre­ich zu ther­a­pieren.

Durchschlafstörungen in den Wechseljahren — weitere nützliche Tipps

Neben ein­er aus­ge­wo­ge­nen Ernährung ist es ger­ade in den Wech­sel­jahren wichtig bei Durch­schlaf­störun­gen unnöti­gen Stress zu ver­mei­den. Frauen lei­den schon durch die Symp­tome der Wech­sel­jahre unter einem erhöht­en Stresspegel. Nüt­zliche Tipps um Stress abzubauen sind:

  • Sport: Bess­er Schlafen durch Sport ist gut geeignet um sich auszupow­ern und einen erhöht­en Stresspegel zu senken. Der Kör­p­er benötigt allerd­ings min­destens eine ein­stündi­ge Ruhep­hase vor dem Schlafenge­hen um sich vor dem Ein­schlafen aus­re­ichend zu entspan­nen. Zum Entspan­nen vor dem Schlafen eignet sich bei ein­er Ein­schlaf­störung oder Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren übri­gens schon ein klein­er Spazier­gang an der frischen Luft.
  • Bess­er Ein­schlafen mit Med­i­ta­tion: Med­i­ta­tion­stech­niken sind eine gute Meth­ode um abzuschal­ten und den Tagesstress hin­ter sich zu lassen.
  • Immer wieder wichtig bei Schlaf­störun­gen und ger­ade bei Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren ist ein geregel­ter Tag- Nachtrhyth­mus. Der hil­ft dem Kör­p­er sich auf das tägliche Ein­schlafen einzustellen.
  • Bei Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren unbe­d­ingt auf den Cof­fein­spiegel acht­en. Kaf­fee und andere cof­fein­haltige Getränke ab dem Nach­mit­tag mei­den. Ein guter Schlaftrunk ist im Übri­gen immer noch die alt­be­währte heiße Milch mit Honig.
  • Schwere Mahlzeit­en vor dem Schlafenge­hen begün­sti­gen Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren. Auf schwere Mahlzeit­en vor dem Schlafen verzicht­en und als Alter­na­tive ein klein­er Snack erle­ichtert das Ein­schlafen.

Durchschlafstörungen in den Wechseljahren — die Schlafumgebung

Die ein­fach­sten Bess­er Schlafen Tipps beziehen sich immer noch auf die Schla­fumge­bung, das Schlafz­im­mer. Die Ein­rich­tung des Schlafz­im­mers ist ger­ade bei ein­er Ein­schlaf­störung entschei­dend für einen erhol­samen Schlaf. Das Schlafz­im­mer sollte unbe­d­ingt eine entspan­nte Umge­bung sein. Schlafkiller wie Com­put­er oder Fernse­hen gehören nicht in diesen Raum. Eine opti­male Tem­per­atur zum Schlafen und frische Luft erle­ichtern das Ein­schlafen. Bei Schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren ist es außer­dem enorm wichtig das Schlafz­im­mer kom­plett abzudunkeln. Helles Licht stört die Pro­duk­tion des Schlafhor­mons Mela­tonin. Als Schlaflicht ist eine angenehme und dezente Beleuch­tung zu empfehlen. Bei Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren kann zudem beruhi­gende leise Hin­ter­grund­musik das Ein­schlafen fördern.

Fazit zu Durchschlafstörungen in den Wechseljahren

Die Wech­sel­jahre sind für Frauen keine ein­fache Leben­sphase. Wech­sel­jahres­beschw­er­den kön­nen den All­t­ag extrem bee­in­flussen. Frauen die unter Durch­schlaf­störun­gen in den Wech­sel­jahren lei­den soll­ten ihrem Kör­p­er auf jeden Fall etwas Gutes tun. Well­ness beflügelt nicht nur den Kör­p­er, son­dern auch die Seele.

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