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Durchschlafstörungen und der Darm

Die Erken­nt­nis, dass Durch­schlaf­störun­gen und der Darm in ein­er engen Wech­sel­beziehung ste­hen, ist ziem­lich neu. Zwar ist schon länger bekan­nt, dass Darm und Gehirn miteinan­der in Kon­takt ste­hen. Den­noch gewin­nt die Forschung immer mehr erstaunliche Erken­nt­nisse darüber, wie eng dieser Kon­takt zwis­chen Gehirn und Darm wirk­lich ist. So auch beim The­ma “Durch­schlaf­störun­gen und der Darm”.

Kopf denkt — Bauch sagt

Kennst du den Spruch: “Das schlägt mir jet­zt auf den Magen”. Dieser alte Spruch beweist schon, dass unsere Psy­che und die Ver­dau­ung in einem engem Zusam­men­hang ste­hen. “Da hab ich aber richtig Schiss gehabt”, ist noch ein Spruch aus der gle­ichen Kat­e­gorie.

Vielle­icht hast du auch sel­ber schon ein­mal die Erfahrung gemacht, dass in stres­si­gen Sit­u­a­tio­nen die Toi­lette zum “zweit­en Wohnz­im­mer” wer­den kann. Das kann beispiel­sweise vor ein­er Prü­fung oder einem Vorstel­lungs­ge­spräch der Fall sein. Schließlich ste­ht unser Darm mit dem Gehirn in ständi­gem Kon­takt und Befind­lichkeit­en wirken sich oft auch auf die Ver­dau­ung aus.

Auch Durch­schlaf­störun­gen und der Darm bilden eine faszinierende Sym­biose. Doch dazu später mehr.

Durchschlafstörungen und der Darm — das zweite Gehirn

Der Darm ist unter unseren Orga­nen einzi­gar­tig. Während der Evo­lu­tion war es für die Organ­is­men erst ein­mal wichtig Nahrung aufzunehmen und zu ver­dauen. Also hat sich die Natur entsch­ieden ein Organ zu bauen, dass dazu selb­ständig in der Lage ist, eben den Darm.

Ein Ver­dau­ung­sor­gan benötigt allerd­ings nicht nur Muskelzellen und Ver­dau­ungszellen. Es müssen auch Ner­ven­zellen vorhan­den sein, die den ganzen Ver­dau­ungsvor­gang steuern kön­nen. Das Gehirn als zen­trale Steuerungszen­trale war also erst ein­mal nicht so wichtig. Es wurde von der Evo­lu­tion erst später erfun­den.

Also ist unser Darm nicht das zweite Gehirn im Kör­p­er, son­dern das erste. Wenn man den Darm aus dem Kör­p­er des Men­schen her­aus nehmen würde, dann würde er im Labor noch tage­lang selb­ständig seine Arbeit ver­richt­en. Um dem The­ma “Durch­schlaf­störun­gen und der Darm” weit­er unaufgeregt zu fol­gen, will ich an dieser Stelle aber nicht weit­er darauf einge­hen. Schließlich ist mein The­ma “Bess­er Schlafen” und du sollst hier keine Angst beim Ein­schlafen entwick­eln.

Das Darmgehirn und das Kopfgehirn im Kontakt

Wahrschein­lich hat schon jed­er ein­mal die Erfahrung gemacht, dass Men­sch in Phasen erhöhter Konzen­tra­tion oder erhöhter kör­per­lich­er Leis­tung eher nicht den Drang ver­spürt, auf die Toi­lette zu gehen. Der Grund dafür ist ein neu­rol­o­gis­ch­er, der auch wieder tief in der Evo­lu­tion ver­wurzelt ist.

Dem Nean­der­taler hätte es schließlich nichts gebracht, wenn er während der Jagd mal ger­ade eine Sitzung abge­hal­ten hätte. Fol­glich hat auch hier die Evo­lu­tion tief in die Kiste ihrer Erfind­un­gen gegrif­f­en und dort eine adäquate Lösung gefun­den. Her­aus gekom­men sind die Stresshormone, an erster Stelle das Adren­a­lin. Wenn wir unter Stress ste­hen, dann leg­en diese Hor­mone das Ver­dau­ungssys­tem erst ein­mal auf Eis.

Ergo kön­nen wir hier beim The­ma “Durch­schlaf­störun­gen und der Darm” schon ein­mal fest­stellen, dass gestresste Men­schen nicht nur unter Ver­dau­ungs­beschw­er­den, son­dern auch unter Durch­schlaf­störun­gen lei­den kön­nen.

Durchschlafstörungen und der Darm: die Kommunikation

Unser Darm hat eine Länge von fünf bis acht Metern und eine Ober­fläche von ca 32 Quadrat­metern. Auf dieser Fläche machen sich etwa 100 Mil­lio­nen Ner­ven­zellen bre­it. Die Ner­ven­zellen des Darms sind schließlich in einem “Haupt­strang” gebün­delt, wis­senschaftlich dem “Nervus Vagus”. Dieser ist prak­tisch eine art “Glas­faserk­a­bel” in unserem Kör­p­er über das der Darm mit dem Gehirn kom­mu­niziert. Ich schreibe hier ganz bewusst “…der Darm mit dem Gehirn kom­mu­niziert.” Denn 90 Prozent der Ner­vensignale wer­den vom Darm an das Gehirn gesendet. Das Gehirn beg­nügt sich hier mit einem Anteil von 10 Prozent.

Hier wird´s bei “Durchschlafstörungen und der Darm” richtig interessant.

Durchss­chlaf­störun­gen und der Darm mit ein­er Menge an Infor­ma­tio­nen.

Hier liegt jet­zt offen­sichtlich auf der Hand, dass es sich lohnt bei Schlaf­störun­gen wie ein­er Ein­schlaf­störung oder Durch­schlaf­störun­gen dieses schlaue Organ ein­mal näher zu betra­cht­en.

Und die Wis­senschaft hat auch schon längst damit begonnen und erstaunliche Erken­nt­nisse ans Tages­licht befördert. Die Wis­senschaftler haben näm­lich Stuhl­proben von kranken Men­schen auf Rat­ten über­tra­gen. Unter den bekan­ntesten Ver­suchen befind­en sich psy­chis­che Erkrankun­gen, wie etwa Schlaf­störun­gen durch Depres­sio­nen oder Alzheimer aber auch Erkrankun­gen des Ver­dau­ungssys­tems wie Mor­bus Crohn.

Das Ergeb­nis fiel span­nend und ein­deutig aus. Schon nach kurz­er Zeit zeigten die Ver­such­stiere ähn­liche Symp­tome wie beim erkrank­ten Men­schen. Doch was bedeutet das jet­zt für “Durch­schlaf­störun­gen und der Darm”? Mit­tler­weile ste­hen viele Erkrankun­gen unter dem Ver­dacht im Darm zu begin­nen. Auch bei Schlaf­störun­gen bei Parkin­son, ein­er Erkrankung bei der im Gehirn die Motorik steuern­den Zellen abster­ben hat sich dieser Ver­dacht erhärtet.

Nun stellt sich für “Durch­schlaf­störun­gen und der Darm” eine entschei­dende Frage. Es ist die Frage, ob die Schlaf­störun­gen vom Darm verur­sacht wer­den, oder ob der Darm durch die Schlaf­störun­gen beein­trächtigt ist.

Die Forschung steckt bezüglich dem “Dar­mge­hirn” immer noch in den Kinder­schuhen und eine ver­lässliche Antwort auf diese Frage ist noch nicht möglich. Allerd­ings scheint es auch bei “Durch­schlaf­störun­gen und der Darm” ziem­lich wahrschein­lich, dass bei den Durch­schlaf­störun­gen mit dem Darm irgend etwas nicht in Ord­nung ist.

Durchschlafstörungen und der Darm — back to the roots

Jet­zt gehts bei “Durch­schlaf­störun­gen und der Darm” back to the roots, näm­lich zum Zeit­punkt unser­er Geburt. Wenn wir das Licht der Welt erblick­en, dann ist der Darm fak­tisch sauber. Im Mut­ter­leib geschützt hat er noch keinen Kon­takt mit irgendwelchen Bak­te­rien gehabt.

An dieser Stelle wird es bei “Durch­schlaf­störun­gen und Darm” richtig span­nend.

Der Darm eines Erwach­se­nen ist von ca. 100 Bil­lio­nen Bak­te­rien besiedelt. Die Gesamt­menge unser­er Kör­perzellen bringt es lediglich auf eine Anzahl von ca. 10 Bil­lio­nen. Ohne diese Darm­bak­te­rien wären wir ganze 2 kg leichter. Soll­test du eher zu den “vollschlanken Men­schen” gehören, dann kannst du das jet­zt in Zukun­ft damit begrün­den, dass du ein­fach zu viele Darm­bak­te­rien hast.

Spaß bei­seite, zurück zu Durch­schlaf­störun­gen und der Darm und dem neuge­bore­nen Kind. Also, den Darm des Babys haben noch keine Bak­te­rien besiedelt. Logis­cher­weise müssen jet­zt drin­gend welche her. Anson­sten würde das Kind ver­hungern weil es keine Nahrung ver­dauen kann.

Die Darmbakterien, woher nehmen wenn nicht stehlen?

Durch­schlaf­störun­gen und der Darm — alles nur geklaut!

Darm­bak­te­rien saugt ein Baby nicht nur mit der Mut­ter­milch auf. Unsere ganze Umge­bung ist voll davon. Babys und Kleinkinder nehmen gerne etwas in den Mund oder Kauen auf den Fin­gern ihrer Eltern rum. Da gibts né Menge Darm­bak­te­rien, die sich schon auf ein neues Zuhause freuen und es sich im Darm des kleinen Erden­bürg­ers bequem machen.

Jet­zt wird´s bei “Durch­schlaf­störun­gen und der Darm” schon wieder richtig inter­es­sant.

An diesem Punkt stellen sich näm­lich auch die Wis­senschaftler eine entschei­dende Frage, näm­lich: “Was kommt wirk­lich im Darm an und welche Bak­te­rien bleiben draußen?”

Die meis­ten Kinder kom­men heute im Kranken­haus zur Welt. Dort ist Hygiene unglaublich wichtig, denn es lauern in jed­er Ecke gefährliche Keime. Allerd­ings wach­sen in unser­er Gesellschaft die meis­ten Kinder auch in ein­er ziem­lich ster­ilen Umge­bung auf. Das ist auch bezüglich der The­matik “Durch­schlaf­störun­gen und der Darm” nicht unprob­lema­tisch. In der Regel find­en sich im Darm eines Bewohn­ers der “zivil­isierten Welt” 40 Prozent weniger Bak­te­rien als bei Ange­höri­gen eines indi­ge­nen Volkes.

Je größer die Vielfalt der Bak­te­rien im Darm ist, desto geringer ist auch die Wahrschein­lichkeit, Man­gel­er­schei­n­un­gen, Störun­gen des Immun­sys­tems oder schwere Erkrankun­gen zu entwick­eln. Wis­senschaftlich ist das Fakt. Let­z­tendlich haben wir die Bak­te­rien­vielfalt in unserem Darm schon ziem­lich reduziert. Hinzu kommt noch die gehörige Menge an Antibi­oti­ka, die wir im Laufe unseres Lebens zu uns nehmen. Hier reicht schon ein Blick auf unsere Ernährung aus.

Durchschlafstörungen und der Darm — was wir essen beeinflusst unseren Schlaf

Beim The­ma “Bess­er Schlafen” rückt unter den guten Bess­er Schlafen Tipps ziem­lich oft eine aus­ge­wo­gene Ernährung in den Vorder­grund, beispiel­sweise in den Artikeln “Bess­er Schlafen durch richtige Ernährung” oder “Schlaf­störun­gen durch Vit­a­m­in­man­gel”.

Auch bei Durch­schlaf­störun­gen und dem Darm kön­nte eine Über­schrift laut­en: “Du bist, was du isst”. Unser Kör­p­er benötigt nun ein­mal Energie, die er aus der Nahrung bezieht die auf dem Teller lan­det. Allein unser Gehirn, dass entschei­dend an einem gesun­den Schlaf beteiligt ist, benötigt davon ganze 20 Prozent. Auch Darm­bak­te­rien wollen ernährt wer­den. Ger­ade sie sind die Fein­schmeck­er in unserem Kör­p­er und bestrafen eine ein­seit­ige Ernährung nicht nur mit Durch­schlaf­störun­gen.

Durchschlafstörungen und der Darm — was tun?

Grund­sät­zlich bist du mit ein­er aus­ge­wo­ge­nen Ernährung als Haus­mit­tel zum bess­er Schlafen schon gut berat­en, wenn “Durch­schlaf­störun­gen und der Darm” ein The­ma für dich ist.

Du kannst deine Nahrung auch mit soge­nan­nten “pro­bi­o­tis­chen Lebens­mit­teln” ergänzen. Darunter fall­en etwa die Joghurt­getränke, die einen hohen Gehalt an guten Darm­bak­te­rien ver­sprechen. Allerd­ings wird die Wirk­samkeit dieser pro­bi­o­tis­chen Lebens­mit­tel mit­tler­weile von eini­gen Wis­senschaftlern ern­sthaft in Frage gestellt. Pro­duk­te wie Natur­joghurt sind auch hier eine sin­nvolle Alter­na­tive.

Es ist mit­tler­weile möglich, die Darm­flo­ra, sprich die Bak­te­rienbe­siedelung im Darm, mit Hil­fe eines Stuhltests genau zu analysieren und danach ther­a­peutisch zu behan­deln. Ob diese Möglichkeit für dich in Frage kommt, soll­test du in einem aus­führlichen Gespräch mit einem Darm­spezial­is­ten klären.

Bei Durch­schlaf­störun­gen und dem Darm beschre­it­et die wis­senschaftliche Forschung immer neue Wege. So wird mit­tler­weile auch mit gere­inigten Auss­chei­dun­gen gesun­der Men­schen exper­i­men­tiert, die dann auf erkrank­te Men­schen über­tra­gen wer­den sollen. In Tierver­suchen hat man allerd­ings fest­gestellt, dass sich mit diesen “Stuhlspenden” aber auch genetis­che Ver­an­la­gun­gen wie beispiel­sweise Alters­di­a­betes über­tra­gen wer­den.

Beim The­ma “Darm” weiß die Wis­senschaft mit­tler­weile schon ziem­lich erstaunliche Dinge. Für mich per­sön­lich kristallisieren sich zwei Fak­ten her­aus. Erstens han­delt es sich beim Darm um ein vol­lkom­men unter­schätztes und mächtiges Organ. Zweit­ens und um Schluß:

Mit zwei Gehir­nen im Kör­p­er kön­nte die Men­schheit doch endlich mal ein biss­chen schlauer wer­den, oder?

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