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Schlafstörungen durch WLAN

Über Schlaf­störun­gen durch WLAN zu schreiben ist für mich eine ganz schöne Her­aus­forderung. Schließlich bin ich ger­ade über WLAN mit dem Inter­net ver­bun­den. Wenn ich nach dem Schreiben des Artikels unter ein­er Ein­schlaf­störung oder unter Durch­schlaf­störun­gen lei­den sollte, dann werde ich im näch­sten Artikel darüber bericht­en.

Doch jet­zt mal Scherz bei­seite. Tat­säch­lich gibt es Men­schen, die von Schlaf­störun­gen durch WLAN betrof­fen sind. Deshalb habe mich ganz bewusst diesem The­ma gewid­met um her­aus zu find­en, warum das so ist und was man dage­gen unternehmen kann.

WLAN und ein Ausflug in die Technik

WLAN ist die Abkürzung für “wirele­less local area net­work” und beschreibt nichts anderes als ein lokales Funknetz. Im Jahr 1997 kam der erste WLAN ‑Router auf den Markt. Der Router ist ein Gerät, das per Kabel, über Funk oder via Satel­lit mit dem öffentlichen Tele­fon­net­zw­erk ver­bun­den ist.

Durch den Router wird dann per Funk eine kabel­lose Verbindung zum Tele­fon­net­zw­erk hergestellt. Oft wird WLAN auch als Wi-Fi beze­ich­net, beson­ders im Aus­land. Auch beim Wi-Fi wird die Verbindung über Funk hergestellt.

Das geschieht hier aber mit einem kleinen und feinen Unter­schied. Dieser beste­ht darin, dass Wi-Fi mit einem Zer­ti­fizierungs­stan­dard der IET verse­hen ist. IET ist wiederum die Abkürzung für die “Insti­tu­tion of Elec­tri­cal Engi­neers”, die im Jahr 1871 in Großbri­tan­nien gegrün­det wurde und den Stan­dard des Wi-Fi definiert hat und überwacht.

Wenn ich jet­zt noch weit­er auf die Tech­nik des WLAN einge­he, kön­nte es sein, dass der eine oder andere Leser dieses Artikels ein­nick­ert. Also zurück zum Kern­the­ma Schlaf­störun­gen durch WLAN.

Wie können Schlafstörungen durch WLAN entstehen?

Fast jed­er besitzt einen WLAN-Router, denn ohne dieses kleine Kästchen stände man heute kom­mu­nika­tion­stech­nisch vol­lkom­men auf dem Schlauch: kein Inter­net, keine Handy-Verbindung, kein Tele­fon, kein Fernse­her… Ohne WLAN geht halt über­haupt nichts mehr und die Her­steller elek­tro­n­is­ch­er Geräte greifen immer mehr auf diese Tech­nik zurück.

Den­noch müssen Schlaf­störun­gen durch WLAN einen Grund haben, denn son­st wäre dieses Phänomen schließlich nicht exis­tent.

WLAN arbeit­et mit Funkwellen und die ver­bre­it­en sich unge­hin­dert in der ganzen Woh­nung. Auch Mauern stellen für diese Funkwellen kein Hin­der­nis dar. Mit­tler­weile sind die Router so effizient gewor­den, dass ihre Funkwellen eine enorme Reich­weite erre­ichen. Ich kön­nte mich beispiel­sweise the­o­retisch mit meinem Lap­top in etwa 12 Net­zw­erke aus der Nach­barschaft ein­loggen. Im Innen­stadt­bere­ich wären das sicher­lich deut­lich mehr.

Bei Schlaf­störun­gen durch WLAN sind die Funkwellen der “sprin­gende Punkt” , denn all­ge­mein gehören Funkwellen zum soge­nan­nten “Elek­tros­mog”.

Schlafstörungen durch WLAN und der Elektrosmog

Elek­tros­mog ist ein weitläu­figer Begriff, denn er umfasst alle Quellen mit elek­trisch­er und elek­tro­mag­netis­ch­er SAtrahlung. Dazu gehören beispiel­sweise:

  • Hochspan­nungsleitun­gen
  • Sende­mas­ten
  • Funkan­ten­nen
  • Haushalts­geräte wie etwa die Mikrow­elle
  • Handys, Smart­phones, Tablets…
  • Navis
  • Funkweck­er
  • Fit­nesstrack­er
  • Geräte mit Blue­tooth-Anbindung

und, und und…

Wir sind alle ständig von Elek­tros­mog umgeben und kön­nen uns ihm auch nicht entziehen. Denn Elek­tros­mog ist eben nicht sicht­bar. Aber er ist dur­chaus mess­bar. So hat schon das Bun­de­samt für Strahlen­schutz (BfS) Gren­zw­erte für eine Belas­tung durch Elek­tros­mog pub­liziert.

Fakt ist zudem auch, dass es Men­schen gibt, die auf Elek­tros­mog beson­ders sen­si­bel reagieren. An dieser Stelle kom­men jet­zt die Schlaf­störun­gen durch WLAN ins Spiel.

Schlafstörungen durch WLAN und eine persönliche “Fallstudie”

In meinem Bekan­ntenkreis gibt es eine Frau, die Zwar einen Com­put­er mit Inter­ne­tan­bindung und ein Tele­fon benutzt, bei­des aber kabel­ge­bun­den. Ich musste schon ziem­lich staunen, als ich sie das erste mal besucht hat­te. Da schlän­gelte sich ein langes Kabel vom Router im Wohnz­im­mer durch den Flur zum Lap­top in das Arbeit­sz­im­mer.

Bei einem Gegenbe­such musste ich sofort meinen Router auss­chal­ten und das Smart­phone herun­ter­fahren. Als ich das ein­mal vergessen hat­te, bekam meine Bekan­nte sofort Kopf­schmerzen. Nach­dem der Router deak­tiviert war besserten sich ihre Kopf­schmerzen erstaunlich schnell.

Ich hätte vorher niemals daran geglaubt, dass es Men­schen gibt, die der­maßen sen­si­bel auf elek­tro­mag­netis­che Felder reagieren.

Es gibt also Men­schen, die extrem sen­si­bel auf elek­tro­mag­netis­che Felder reagieren und Schlaf­störun­gen durch WLAN sind bei diesen Men­schen nur ein möglich­es Symp­tom.

WLAN und Stress

Man mag es nicht ver­muten, aber die Ursache für Schlaf­störun­gen durch WLAN ist ein­fach nur Stress. Allerd­ings ist dieser Stress bei Schlaf­störun­gen durch WLAN ursäch­lich nicht so ein­fach zu diag­nos­tizieren wie “nor­maler Stress”. Schließlich liegt die Ursache für den Stress ja buch­stäblich “in der Luft”.

Trotz­dem haben es Men­schen die unter Schlaf­störun­gen durch WLAN lei­den mit ein­er gehöri­gen Por­tion an kör­per­lichem Stress zu tun.

Laut ein­er Studie des Schweiz­erischen Tropen- und Pub­lic Health-Insti­tutes (Swiss TPH), deren Ergeb­nisse im Juli 2018 veröf­fentlicht wor­den sind kön­nen elek­tro­mag­netis­che Strahlung die Leis­tung der Ner­ven­bah­nen im Gehirn gravierend beein­trächti­gen. Der Studie liegt die Mes­sung der Gedächt­nisleis­tung von 700 Teil­nehmern im Alter von 12 bis 17 Jahren bei der Nutzung eines Smart­phones zum Tele­fonieren zugrunde. Das Ergeb­nis war schon leicht schock­ierend. so kann exzes­sives Tele­fonieren mit einem Smart­phone die Gedächt­nisleis­tung über Jahre hin­weg beein­trächti­gen.

Bei Schlaf­störun­gen durch WLAN wer­den beson­ders das Stammhirn, die Frontal­lap­pen und die “Sub­stan­tia nigra” beein­trächtigt. Dabei gehören das Stammhirn und die Sub­stan­tia nigra zu den Gehirn­re­gio­nen, die für das Schlafen beson­ders wichtig sind. Dort wer­den näm­lich die Schlaf­phasen geregelt und wichtige Hor­mone wie etwa das schlaf­fördernde Mela­tonin gebildet.

Schlafstörungen durch WLAN — was kann man dagegen unternehmen?

Elek­tro­mag­netis­che Felder sind über­all in unser­er Umwelt vorhan­den. Sog­ar die Nacht­tis­chlampe am Bett verur­sacht ein elek­tro­mag­netis­ches Feld.

Handys, Smart­phones, Tablets und Co. sind aus unserem mod­er­nen Leben nicht mehr wegzu­denken. Wer will schon wegen Schlaf­störun­gen durch WLAN in die Wild­nis ziehen und bei Kerzen­schein in ein­er Holzhütte campieren, trotz­dem gibt es bess­er Schlafen Tipps, die dir helfen kön­nen etwas gegen Schlaf­störun­gen durch WLAN zu unternehmen.

Du kannst auch sel­ber einiges unternehmen wenn du ver­mutest, dass du unter Schlaf­störun­gen durch WLAN lei­dest. Eine Möglichkeit wäre beispiel­sweise, den Com­put­er mit dem Router zu verk­a­beln und auf Smart­phones oder Handys zu verzicht­en.

Das wirst du aber bes­timmt nicht wirk­lich wollen — ich möchte auch nicht auf den Luxus meines WLAN verzicht­en. Um bess­er Schlafen zu kön­nen ist ein erster Schritt, den Ort des Routers zu über­denken. Die Forschung hat näm­lich auch her­aus­ge­fun­den, dass ab einem Abstand von 15 Metern die Stärke des Elek­tros­mogs deut­lich abn­immt.

Bei Schlaf­störun­gen durch WLAN gehört also ein Router nicht ins Schlafz­im­mer und auch auf Handys in der Nähe des Bettes oder den Fernse­her im Schlafz­im­mer soll­test du bess­er verzicht­en.

Außer­dem kann man einen Router auch auss­chal­ten oder vom Strom tren­nen bevor man ins Bett geht.

Es gibt auch Men­schen, die vor dem Schlafenge­hen alle Steck­er aus den Steck­dosen ziehen oder den Hauptschal­ter im Verteil­erkas­ten umle­gen. Wenn du keinen Kühlschrank besitzt oder deine Heizungsan­lage nicht auf Strom angewiesen ist, dann ist das auch eine Möglichkeit.

Eine ziem­lich bequeme Meth­ode um bei Schlaf­störun­gen durch WLAN die Stromzu­fuhr von elek­trischen Geräten nachts zu tren­nen sind übri­gens Zeitschal­tuhren, die sich ziem­lich ein­fach auf die indi­vidu­ellen Bedürfnisse ein­stellen lassen — ein gutes Haus­mit­tel zum bess­er Schlafen.

Schlafstörungen durch WLAN und das WLAN aus der Nachbarschaft

O.K. du hast jet­zt alle nöti­gen Vor­sichts­maß­nah­men in deinen eigen vier Wän­den getrof­fen, aber die Strahlemän­ner in der Nacht­barschaft strahlen munter weit­er. Soll­test du jet­zt etwa deine Nach­barn heim­suchen und ihnen von deinen Schlaf­störun­gen durch WLAN erzählen? Die wer­den dich doch sicher­lich nicht ernst nehmen.

Doch, du hast ziem­lich gute Chan­cen, dass dich deine Nach­barn ernst nehmen. Schließlich ist Elek­tros­mog ja kein vol­lkom­men neues und unbekan­ntes Phänomen und es wird wahrschein­lich jed­er schon ein­mal etwas davon gehört haben. Mir sind schon 2 Fälle von Schlaf­störun­gen durch WLAN bekan­nt, bei denen sich ein Besuch bei den Nach­barn gelohnt hat. Es gibt dur­chaus ver­ständ­nisvolle Men­schen, die bere­it sind, nachts ihren Router zu deak­tivieren.

Noch was zum Thema Smartphone und Handy

Men­schen mit Schlaf­störun­gen durch WLAN oder Elek­tros­mog sind gut berat­en, wenn sie ihr Mobil­gerät nur dann ein­schal­ten, wenn es ger­ade nötig ist. Außer­dem kann ein Abstand von nur 2 cm die Strahlen­be­las­tung für das Gehirn bedeu­tend ver­ringern.

Außer­dem besitzen diese Geräte ja auch noch eine Freis­prech­funk­tion. Es kann sich bei Schlaf­störun­gen durch WLAN oder Elek­tros­mog wirk­lich lohnen, diese Freis­prech­funk­tion so oft wie möglich zu nutzen.

Let­z­tendlich kann sich bei Schlaf­störun­gen durch WLAN auch eine Investi­tion in neue Geräte dauer­haft bezahlt machen. Denn in der Regel gilt, dass neue Geräte weniger Elek­tros­mog emmi­tieren als die der älteren Gen­er­a­tion.

Schlafstörungen und WLAN — die Mobilfunkmasten

Zwar ist bis dato noch nicht die ganze Rpub­lik flächen­deck­end mit WLAN ver­sorgt. Trotz­dem sind Mobil­funkmas­ten nicht mehr zu überse­hen. ger­ade in Bal­lungsräu­men sind sie auf vie­len Häuserdäch­ern zu find­en. Mobil­funkmas­ten sind richtige “Strahlemän­ner”.

Wenn sich in der Nähe dein­er Woh­nung ein­er oder gle­ich mehrere dieser Strahlemän­ner befind­en, dann kann dir bei Schlaf­störun­gen durch WLAN oder Elek­tros­mog nur ein Umzug in eine andere Gegend helfen. Auch ich habe bei mein­er Woh­nungssuche eine Behausung in Stad­trand­lage bevorzugt, weil ich diesen Dingern nicht nur im Bezug auf Schlaf­störun­gen ziem­lich skep­tisch gegenüber ste­he.

Auch Hochspan­nungsleitun­gen sind richtige Elek­tros­mog-Schleud­ern. Immer wenn ich an solchen Leitun­gen vor­bei fahre und sehe., dass darunter oder in der unmit­tel­baren Nähe Men­schen wohnen, wird mir richtig übel.

Die Strahlung der Mobil­funkmas­ten dehnt sich übri­gens mit Licht­geschwindigkeit rund um den Mobil­funkmast aus. Die Wis­senschaft stre­it­et sich immer noch über die möglichen Fol­gen. Von staatlich­er Seite hört man immer wieder ein und das­selbe Mantra: “die Strahlung sehe man in eini­gen Punk­ten zwar auch kri­tisch, bis heute sei allerd­ings eine schädliche Wirkung noch nicht wis­senschaftlich erwiesen.”

Allerd­ings gibt es eine Menge Wis­senschaftler, die den Sachver­halt ganz anders sehen, zum Beispiel der Biologe Alexan­der Ler­chl aus Bre­men, der bis zum Jahr 2011 selb­st Mit­glied der deutschen Strahlen­schutzkom­mis­sion war. Er hat ein­er Lab­o­ran­tin unter­stellt, die Ergeb­nisse der Stu­di­en vorsät­zlich gefälscht zu haben. Schließlich stellte er eigene Unter­suchun­gen an und fand her­aus, dass Handys­trahlung bei Mäusen zu ein­er erhöht­en Kreb­srate führte.

Auch der britis­che Forsch­er Tim­o­th­ey Leighton, eine Kapaz­ität bei der Erforschung von Schall, beson­ders von Ultra­schall hat mit seinen Mitar­beit­ern eine umfan­gre­iche Studie durchge­führt.

Ultra­schall ist all­ge­gen­wär­tig. So arbeit­en etwa die Laut­sprech­er auf Bahn­höfen oder in Sport­sta­di­en mit Ultra­schall um sich gegen­seit­ig zu syn­chro­nisieren. Leighton fand mit seinen Mitar­beit­ern her­aus, dass Ultra­schall sog­ar ein Aus­lös­er für Tin­ni­tus sein kann.

Beim The­ma Schlaf­störun­gen durch WLAN schei­den sich die Geis­ter und in der Wis­senschaft ist ein regel­rechter Stre­it ent­bran­nt. Augen­schein­lich hat die Indus­trie und auch die Poli­tik kein wirk­lich­es Inter­esse daran, ern­sthafte Forschungsergeb­nisse zu präsen­tieren. Denn sobald ein neues Gutacht­en erscheint wird ein Gegengutacht­en in Auf­trag gegeben.

Schlafstörungen durch WLAN — Fazit

Für mich beste­hen keine Zweifel, dass Schlaf­störun­gen durch WLAN aus­gelöst wer­den kön­nen. Auch wenn die Wis­senschaft sich gegen­seit­ig immer wieder mit neuen Gutacht­en bom­bardiert scheint etwas dran zu sein.

Schließlich wer­den wir mit immer mehr Elek­tros­mog bom­bardiert und kön­nen uns auch nicht wirk­lich davor schützen.

Die Indus­trie und die Poli­tik hat über­haupt kein Inter­esse daran, Licht ins Dunkel der Materie zu brin­gen. Wie sollte das auch funk­tion­ieren. Schließlich lässt sich das Rad der Zeit nicht ein­fach mal so zurück drehen. Bei der Entwick­lung von draht­losen Tele­fo­nen hat es schon einige Wis­senschaftler gegeben, die vor den zu erwartenden Fol­gen gewarnt haben. Ich erin­nere mich da an einen klitzek­leinen Artikel der hiesi­gen Tageszeitung, in denen ein Forsch­er erwäh­nt wurde, der vor Krebs durch Handys­trahlung gewarnt hat­te.

Nun ste­ht die neue 5G-Tech­nik vor der Tür und der Aus­bau des Inter­nets der Dinge. Beim The­ma Schlaf­störun­gen durch WLAN ist 5G im wahrsten Worte “höl­lisch inter­es­sant”. Schließlich wird uns die 5G-Tech­nik mit puren Mikrow­ellen bestrahlen. Allerd­ings ist Auswan­dern hier nicht wirk­lich eine Alter­na­tive. Vielle­icht lässt sich das Ganze ja noch poli­tisch bee­in­flussen, die eine oder andere Bürg­erini­tia­tive gibt es ja schließlich schon. Während der Recher­ché zu meinem Artikel “Schlaf­störun­gen durch WLAN” bin ich in diesem Punkt allerd­ings sehr skep­tisch gewor­den.

Um Schlaf­störun­gen durch WLAN vorzubeu­gen, werde ich nach der Veröf­fentlichung dieses Artikels meinen Router übri­gens ein­fach auss­chal­ten.

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